Kopfschmerzen und Migräne
Kopfschmerzen aller Sorten gehören zum besonders "treuen Gefolge" von Hormonschwankungen.
Diese regelmäßog wiederkehrenden Kopfschmerz- oder Migräne-Attacken schicken viele Frauen
auf die verzweifelte Suche nach Hilfe. Nicht alle finden sie im Hormonbereich - aber sehr viele!
Mögliche Ursachen für hormonabhängige Kopfschmerzen:*
Östrogen-Dominanz / Progesteronmangel
Erhöhtes Östradiol bindet Salz im Körper. Zusätzlich fördert es die Speicherfähigkeit von Wasser,
Kupfer, Fett u.a. im Körper. Kopfschmerzen werden häufig verursacht durch Wasseransammlungen
im Kopfgewebe. Durch die feste Schädeldecke gibt es für die feinen Gefäße keine Ausdehnungs-
möglichkeit. So entsteht ein Druck, der sich durch typische Druckschmerzen bemerkbar macht.
Die gleiche Ursache wird verdächtigt, Schwindel, Konzentrationsschwäche und Krämpfe zu verursachen.
Handelt es sich um einen generellen, vielleicht genetisch bedingten Progesteronmangel, dann sind
krampfartige Schmerzen ein Thema. Speziell die Migräne scheint mit einem Progesteron-Mangel
zusammen zu hängen - besonders am Ende vom Zyklus.
Zu hohe Schilddrüsenaktivität
Ganz gleich, ob die Schilddrüsen-Überfunktion durch zu hohe Medikament-Dosierungen entstand,
durch heiße Knoten oder durch eine Stress bedingte Schilddrüsen-Reaktion - eines der typischen
Erkennungszeichnen sind Kopfschmerzen.
Stress (körperlich oder seelisch)
Stress in jeder Form lässt uns auf Hochtouren laufen. Die Hormone Cortisol und Adrenalin treiben Herz,
Kreislauf, Stoffwechsel und Schilddrüsen an. Mit dem damit verbundenen hohen Blutdruck wird mehr
Blut ins Gehirn "geboxt", was zu Kopfschmerzen führen kann.
Zu niedriger oder zu hoher Blutzucker
Bereits 5 % Unterzucker kann Gehirnnerven schachmatt setzen. Ein Unterzuckerwert löst SOS
im Körper aus und er reagiert mit erhöhtem Blutdruck, um möglichst schnell mehr Blutvolumen ins
Gehirn zu pumpen. Genau das erzeugt wiederum den Druckschmerz unter der Schädeldecke.
In gleicher Weise kann ein stark erhöhter Blutzucker einen hohen Blutdruck und Kopfschmerzen
im "Kombipack" verursachen.
Medikamente und Wechselwirkungen
Auf vielen Beipackzetteln von Medikamenten stehen Kopfschmerzen als "mögliche Nebenwirkung".
Deswegen sollten Sie überprüfen (lassen), ob Ihre Schmerzen in Zusammenhang mit einer
Medikament-Einnahme stehen könnten. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.
Information im Rahmen der Hormonselbsthilfe
Das informative Gespräch dauert ca. 1 bis 2 Stunden. Es hilft Ihnen, die Vorgänge in Ihrem Körper besser
zu verstehen. Ich gebe Ihnen Tipps und Anleitung zur Selbsthilfe. *
* (Das Gespräch ersetzt keine ärztliche Beratung und Behandlung.)
*entnommen aus "Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen" von Elisabeth Buchner